Festival_Bühne

„Wo geht‘s nach Panama?“ – Diese Frage bringt mehr Sicherheit auf das Unterholz-Festival

Einfach und unkompliziert Hilfe bekommen – das ist auf dem Unterholz Festival in diesem ganz einfach mit der der Frage „Wo geht‘s nach Panama?“.

Die Organisatoren des Unterholz Festivals haben sich Gedanken gemacht, wie man den Besuchern auf dem Open Air und auch auf dem Indoor-Festival noch mehr Sicherheit bieten kann. Wer auf dem Festival etwas beobachtet hat, was er unauffällig melden möchte, oder sich in einer Situation unwohl fühlt, fragt einfach einen Mitarbeiter, einen Security, jemand aus dem Orga-Team oder alle anderen, die auf dem Unterholz-Festival nach Panama. 

„Als wir vom Unterholz-Festival uns überlegt haben, wie wir in Solch schwierigen Situationen unseren Besuchern diskret helfen können und dann auf das Panama-Konzept gestoßen sind war klar, dass wir das auch bei uns einführen wollen“, freut sich Mitveranstalter Simon Berger. „Kurzerhand sind wir dann mit dem Festival Giganten FKP Scorpio eine Kooperation eingegangen und dürfen nun deren fertig ausgearbeitetes System auf unser Festival übertragen.“

„Uns ist bewusst, dass ein Festival viel Spaß ist, aber auch eine ziemliche Reizüberflutung sein kann. Überall sind Menschen, es ist laut, es ist wuselig, es ist bunt. Eine ungewöhnliche Beobachtung oder eine Begegnung mit anderen Personen kann da auch mal als bedrohlich empfunden werden und sowohl Frauen als auch Männer können sich bedrängt oder belästigt fühlen“, ergänzt Katja Wittenstein, Marketingleiterin bei FKP Scorpio und Mitinitiatorin des Projekts.

An diesem Punkt soll das „Wo geht‘s nach Panama?“-Konzept ansetzen. Weil das Gefühl eine bedrohlichen Situation nicht immer greifbar sei oder man einem Fremden nicht immer erzählen wolle, dass man soeben angegriffen oder belästigt wurde, bietet die Frage nach Panama eine niedrigschwellige Hilfestellung, ohne sich erklären zu müssen.

Die Veranstalter wollen dabei die Infrastruktur des Festivals bestmöglich auszunutzen, so dass die nächste Anlaufstelle meistens recht nah sein sollte. In das Projekt involviert sind alle Bars, die Security-Mitarbeiter, die Festivaljobber und natürlich auch Sanitäter. Alle, die den Weg nach Panama kennen, tragen ein grün-violettes Armband mit dem Schriftzug „Panama“. Ohne weitere Rückfragen oder Kommentare werden die Festivalmitarbeiter  anbieten, den oder die Hilfesuchende(n) in eine geschützte Umgebung zu bringen.

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„Dabei machen wir keine Unterschiede, ob Frauen oder Männer um Hilfe bitten oder warum“, betont Berger. „Wir können den Hilfesuchenden dann je nach Sachlage – egal ob Überforderung, Diebstahl, Bedrohung, Gewalt oder sexueller Übergriff - mit eigens dafür auf dem Unterholz Festival befindlichen Sozialpädagogen weiterhelfen. Diese übernehmen dann die Seelsorge oder betreuen die ärztliche Hilfe, sowie das Einschalten der Polizei.“

Dem aber noch nicht genug: Zusätzlich wird für den Zeitraum des Festivals eine Notfallhotline eingerichtet, bei der Besucher/in auch telefonisch Hilfe bekommen können. Die Telefonnummer wird noch über Social Media und aushänge auf der Veranstaltung Veröffentlicht.

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 „Idealerweise wird die Frage nicht gestellt werden müssen, aber falls doch, dann gibt es Schutz in Panama!“

Das Unterholz Festival findet am 06. Juli von 11 bis 23 Uhr auf dem Hohenecksportplatz in Pforzheim statt. Getreu dem Motto der vergangen 4 Jahre „Umsonst und Draußen“ wird auch im 5 Jahr kein Eintrittsgeld verlangt. Die Veranstalter freuen sich aber über jede Spende.

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