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Von Schutzengeln umgeben: Verkäuferin Helena Ackermann von Heaven & Angels ist zufrieden mit dem ersten Wochenende. Gehringer
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Mit Kränzen und Gestecken sorgt der Pforzheimer Patrick Mungiuri erstmals für Aufsehen auf dem Goldenen Weihnachtsmarkt. Erb
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Zum Strahlen bringt Jens Paskarbeit aus Birkenfeld seine Kunden mit leuchtenden Weihnachtssternen. Da steht man dann schon mal Schlange. Erb
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Andi Dunker, auch als „Andi, der Kaffeeröster“ bekannt, punktet unter anderem mit ausgefallenen Kaffee-Glühwein-Kombinationen. Gehringer

Vier strahlende Gesichter auf dem Weihnachtsmarkt

Bekannte und bewährte Stände, aber auch neue Akzente: Es ist diese Mischung, die den Reiz des Goldenen Weihnachtsmarkts ausmacht. Für eben diese Akzente sorgen bei der 46. Auflage unter den insgesamt 50 Buden in der Fußgängerzone vier Hütten mit völlig unterschiedlichem Angebot. Deren Beschicker eint aber eines: Bereits nach dem ersten Adventswochenende sind sie zu Fans der vorweihnachtlichen Pforzheimer Meile geworden. Ihr Zwischenfazit fällt durchweg positiv aus.

Heaven & Angels: Schutzengel jeder Art, ob für den Opa oder auch den besten Freund, gibt es am Stand Heaven & Angels unweit der Engelspyramide zu kaufen. Gleich das erste Wochenende sei ein Erfolg gewesen, erzählt Verkäuferin Helena Ackermann freudig. Vor allem als kleines Geschenk seien die Beschützer gefragt: „Jetzt geht es so langsam los, dass die Leute Weihnachtsgeschenke kaufen – da kommt unser Stand natürlich ganz gut an.“ Oft heiße es von Passanten: „Das sind aber schöne Engel!“ Doch es werde nicht nur bestaunt, sondern auch fleißig eingekauft, so Ackermann zufrieden. Vermehrt sei es das weibliche Geschlecht, das sich für die kleinen Engel interessiert, aber auch immer mehr Männer begutachten die verschiedenen Schutzengel, erzählt Ackermann schmunzelnd.

Café-Bar: Auf den Geschmack gekommen: Das sind einige Weihnachtsmarktbesucher am zurückliegenden Wochenende beim Probieren des „Mokka-Glühweins“ und anderer Spezialitäten an der Café-Bar von Andi Dunker am Marktplatz. Er begeistert vor allem mit Qualität und Fachwissen, denn Dunker röstet seine Kaffeebohnen auf traditionelle Art selbst auf offener Flamme. „Ich röste auf ein mildes Aroma mit wenig Säure und wenig Bitterstoffen“, erklärt Dunker. Die Rückmeldungen seien bisher durchweg positiv: „Man merkt, Sie machen das mit Liebe“, habe man ihm schon gesagt. „Das Wochenende sei gut verlaufen – auch wenn einige Passanten noch etwas zurückhaltend seien, so Dunker, der auch selbst gemachte Confiserie im Angebot hat. Heimat Berlin: „Die Sterne sind mir gleich aufgefallen, weil sie so schön bunt sind“, sagt eine Besucherin, die sich für ein rot leuchtendes Modell entscheidet. Dutzende Ausführungen haben Jens Paskarbeit und Stefanie Morlok aus Birkenfeld im Sortiment. Hinter ihrem Stand „Heimat Berlin“ nahe der Galeria Kaufhof verbergen sich Weihnachtssterne aus festem Papier, die für ein festliches Ambiente sorgen. Sehr zufrieden ist Paskarbeit bislang mit der Resonanz: „Am Sonntag standen die Leute in drei Reihen hintereinander.“ Deren Reaktionen seien „sehr, sehr positiv“. Seine Frau habe früher schon an Ständen anderer Beschicker gearbeitet. Nach ihrer Einschätzung werde das Geschäft in den zwei Wochen vor Weihnachten noch einmal anziehen.

Advents- und Türkränze: An den ersten Tagen seien die Besucher überrascht ob dieses neuen Angebots gewesen. Seither, berichtet Patrick Mungiuri (24), greifen sie oft und gerne zu. Selbstgemachte Advents- und Türkränze bietet der Pforzheimer mit seiner Partnerin Olimpia Munteanu (28), einer Floristin, an – alles individuell gestaltet, auch auf Bestellung und nach Kundenwunsch. Ältere Semester zögen schlichtere, klassische Modelle vor, für jüngere Kunden dürfe es bunt und reich geschmückt sein. Am Wochenende sei die Frequenz an dem Stand gleich beim Zugang zum Markt am Leopoldplatz besonders hoch gewesen. „Bislang ist alles positiv, und die Kollegen sind hilfsbereit“, sagt Mungiuri, der eigentlich Politologe ist und demnächst seinen Master-Abschluss angehen will.