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Streit in Shisha-Bar: Erst tauchen die Kontrahenten ab, dann treffen sich sich wieder bei der Polizei

Pforzheim. Es ist das alte Problem, mit dem Pforzheimer Polizisten in der jüngsten Zeit zu kämpfen haben. Wenn sie zu Schlägereien gerufen werden, sind die Übeltäter oft schon verschwunden, bevor der erste Streifenwagen angetroffen ist. Und wenn die Beamten einige Täter ergreifen können, schweigen die eisern zu allen Punkten der Auseinandersetzung. Doch in der Nacht auf Sonntag wurde das übliche Geschehen nach einem handfest geführten Streit bei einer Shisha-Bar am Pforzheimer Schloßberg auf den Kopf gestellt.  

Zeuge und Shisha-Bar-Betreiber sagen unterschiedlich aus

Kurz nach 0.30 Uhr kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Der Polizei zufolge habe ein Zeuge ausgesagt, dass er bereits in der Shisha-Bar geschlagen worden sei. Im Gegensatz dazu äußerte der Shisha-Betreiber gegenüber PZ-news, dass es in seiner Bar keine körperliche Auseinandersetzung gegeben habe.

Als die alarmierten Streifen des Polizeireviers Pforzheim-Nord kurz darauf in diesem Bereich eintrafen, war jedoch niemand mehr vor Ort. So weit, so vertraut. Doch das Unerwartete ließ nicht lange auf sich warten.

Etwa eine halbe Stunde später suchten die Beteiligten, zwei Iraker, zwei Syrer und ein Libanese im Alter zwischen 23 und 37 Jahren selbständig das Polizeirevier Pforzheim-Nord auf, um den Streit zur Anzeige zu bringen. Und ausnahmsweise redeten alle recht freimütig mit den Beamten. Allerdings schilderten die zwei kurz nacheinander eintreffenden Parteien, die sich auch untereinander kennen, den Vorgang äußerst unterschiedlich. Worum es bei der Auseinandersetzung letztlich ging, ist bislang leider noch nicht bekannt.