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Schüler und Lehrer haben sich gemeinsam mit Claudia Baumbusch und Susanne Reinmüller (von rechts), beide zuständig für die kulturelle Bildung, mit dem Gedenken rund um den 23. Februar auseinandergesetzt. Foto: Seibel

Schüler gestalten Gedenktafeln für 2018

Pforzheim. Insgesamt fünf Pforzheimer Schulen – Theodor-Heuss-, Hilda-, Kepler- und Reuchlin-Gymnasium sowie Otterstein-Realschule – haben in Kooperation mit dem städtischen Kulturamt neue Formen des Gedenkens entwickelt. „Die Erinnerungen von Zeitzeugen sind wichtig“, sagt Claudia Baumbusch, die stellvertretende kommissarische Amtsleiterin. „Doch wir fragen die Jugendlichen zu wenig, wie sie sich mit Krieg auseinandersetzen.“

Eine Auswahl der Schülerarbeiten soll 2018 anstelle der historischen Fotos auf den Bildtafeln im Stadtraum gezeigt werden. Der Hintergrund des Projekts: Nur noch 15 Prozent der Heranwachsenden in Pforzheim haben zum Zweiten Weltkrieg eine familiäre Überlieferung. Ein Vergleich von Bildern der Zerstörung in Pforzheim und Aleppo beispielsweise zeigt: „Man kann die Orte kaum auseinanderhalten“, so Kunstpädagoge Harald Kröner. „Krieg sieht immer gleich aus. Das Projekt soll auf weitere Schulen ausgeweitet werden.

Die Ausstellung im Stadtlabor ist noch bis 1. April montags bis freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 12 bis 15 Uhr geöffnet. Führungen gibt’s mittwochs ab 17 Uhr.

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