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Oa’zogn is! PZ-Redakteure im Dirndl und Lederhosen-Test

Zwei gestandenen PZ-Redakteuren hat das Alpenländische im Kleiderschrank gefehlt – und das richtige Bewusstsein dafür. Das sollte sich ändern...

Dieser Fall führt uns in eine Welt, die vielen lange Zeit eine fremde war: die der Trachtenmode, der Dirndl und Lederhosen, für spätsommerliche und herbstliche Feste wie das Münchner Oktoberfest und seine zahlreichen Ableger, das Cannstatter Volksfest und auch das Oechsle Fest. Seit Jahren ist es dort Mode, alpenländisch gewandet am fröhlichen Festtreiben teilzunehmen. Vor allem ist dort am Samstag Dirndl-Abend. Und sei es beruflich im Kreise der Kollegen oder auch mit Kunden und Geschäftspartnern, sei es privat im Freundeskreis: Ganz schnell kann die Situation eintreten, dass es von Vorteil ist, über die passende Garderobe zu verfügen.

Deswegen haben sich für die PZ zwei auf den Weg gemacht, die man eher nicht mit Dirndl und Lederhose in Verbindung bringt: Martina Schaefer, in der Stadtredaktion ausgewiesene Expertin für soziale und Umweltthemen sowie fürs Bauen, und Marek Klimanski, Chefreporter, stellvertretender Chefredakteur und stadtpolitischer Berichterstatter. Beide sind Akademiker, Anfang 50 – und Anfänger auch in Sachen zünftiger Kleidung. Wobei: „Es gibt kein passendes oder unpassendes Alter“, erfahren sie im Schömberger Modehaus Bertsch, einem der größten Anbieter von Trachtenmode in der Region, von Fachverkäuferin Dominika Schmidt. Und auch, dass die Blumenmuster-Dirndl der vergangenen Jahre etwas auf dem Rückzug sind. Dass Frau Strumpfhose, besser aber noch hohe Strümpfe tragen kann. Dass bei den Blusen Creme, Spitze und hochgeschlossen in Mode ist. Und bei den Männern die Hose auch etwas kürzer sein darf – Klimanski testet es aus.

Im Pforzheimer Kaufhof, wo es ebenfalls eine große Auswahl gibt, hilft Geschäftsführerin Stephanie Jeckel persönlich. Hier entscheidet sich Martina Schaefer für ein weniger farbiges Dirndl, Marek Klimanski für die längere Lederhose. A propos Länge: Jeckel weist dezent darauf hin, dass Mini-Dirndl sich nicht wirklich gehören. Und eine gewisse Seriosität ist ja Teil dieser Aufgabenstellung. Zumal, wenn eine solche alpenländische Ausstattung pro Paar im Fachhandel kaum unter 500 Euro zu haben ist. Am Ende sind Schaefer und Klimanski überzeugt: Man hat auch was fürs Geld, kann sich sehen lassen, macht einen handfesten Eindruck. Kurz: Man ist fesch fürs Fest. 

Dirndl-Designerin Eberlein mit neuer Kollektion

Die hat dieses Jahr ihre neue Kollektion auf der Pforzheimer Mess vorgeführt, sie hat traditionell eine enge Beziehung zum Münchner Oktoberfest als der Mutter aller Trachtentrage-Gelegenheiten – aber das Oechsle Fest in Pforzheim, das in der zurückliegenden Dekade immer mehr ein Ort für Dirndl und Lederhose wurde, ist und bleibt für Wibke Eberlein ein besonderer Anlass. Und so war der Eröffnungsabend am Freitag vergangener Woche Pflichttermin für die Dirndl-Designerin aus

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Birkenfeld, die ihr alpines Lifestyle Label Zauber Dirndl by Wibke Eberlein vor über zehn Jahren in München-Grünwald gegründet hat. Mit Mann, Mutter und Kind und natürlich stilecht in eigenen Kreationen ihrer Marke Zauberdirndl wohnte sie nun am Freitag dem Oechsle Fest-Auftakt bei, und dass der Moment nicht irgendeiner war für sie, zeigte Wibke Eberlein alleine schon dadurch, dass sie auf Facebook das Foto postete, das PZ-Fotograf Georg Moritz bei jener Gelegenheit von ihr gemacht hatte. Unlängst hatte Wibke Eberlein der PZ bereits Bilder ihrer neuen Kollektion – eigens „zum Start des diesjährigen Oechsle Fests“, wie sie anfügt – zukommen lassen.

„Sommerlich leicht und unkompliziert zu tragen“, das war mit Wibke Eberleins eigenen Worten die Idee hinter den Entwürfen. Denn immerhin fällt das Oechsle Fest großteils noch in eine Jahreszeit mit höheren Temperaturen. Die eigene Familiensituation mit Tochter und sehr nahe stehender Mutter hat dazu inspiriert, als Dirndl-Designerin gleich für drei Generationen tätig zu werden. Mit den Entwürfen zeigt sie, dass sie fleißig weiter dabei ist. Auch wenn sie ihren Laden an der Bissingerstraße in Pforzheim vor zwei Jahren geschlossen hat. Im Internet (www.zauberdirndl.de) findet sich der Online-Shop, und wer sich dort ein bisschen in die Geschichte und die kreative Welt der Dirndl-Designerin vertiefen will, kann sozusagen auch online ein bisschen stöbern in der farben- und formenfrohen Welt der Wibke Eberlein. 

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