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Die PZ-Redakteure Simon Walter und Nina Giesecke haben sich bei Galeria Kaufhof stilecht in Trachten geworfen.

Ninas Ding: „Ein richtiges Dirndl muss man spüren“

Pforzheim. Zum OechsleFest wird auch in Pforzheim Tracht getragen. PZ-Redakteurin Nina Giesecke begutachtet mit dem Kollegen Simon Walter in ihrer Serie „Ninas Ding“ die neuesten Trends in Sachen Dirndl und Lederhosen.

Rein in die schneeweiße Bluse, das tief ausgeschnittene, reichlich bestickte Kleid übergeworfen, den Reißverschluss zugezogen, an den Rüschen gezupft, die Schleife an der Taille fein säuberlich gebunden. Ein Blick in den Spiegel zeigt mir eine völlig veränderte Nina. So ein Dirndl gibt mir im Nu ein besonderes Lebensgefühl.

Ich fühle mich fast ein bisschen wie bei Germanys Next Topmodel. Einen Laufsteg gibt es bei Galeria Kaufhof in Pforzheim allerdings nicht. Deshalb stolziere ich einfach zwischen den Kleiderständern hin und her, drehe mich und lasse das Kleid wehen. Für die PZ wage ich nämlich einen Dirndl-Check fürs OechsleFest. Schon seit einigen Tagen habe ich beim Flanieren in der Mittagspause durch die Innenstadt die feschen Trachten in den Schaufenstern der Einzelhändler ausgeguckt.

Also los: Mit meinem Kollegen Simon Walter – der erste männliche Freiwillige aus der Redaktion, der sich in diesem Jahr ans Thema Tracht herangetraut hat – stöbere ich bei Galeria Kaufhof. Dort, so erklärt Geschäftsführerin Ines Richter, gebe es aktuell rund 20 bis 30 verschiedene Dirndl-Modelle. Außerdem jede Menge Lederhosen – übrigens auch für Frauen – und die passenden Accessoires. Der Trend gehe dieses Jahr wieder zurück zu den Ursprüngen: weniger Verzierungen und Schnörkeleien, mehr gedeckte Farben. Schade, dass sie auf dem OechsleFest nicht das schönste Trachten-Outfit küren. Mit Simon Walter würde ich mich ins Rennen um den Dirndl-Titel wagen.

Es gibt noch mehr Geschäfte in der Goldstadt und der Region, die mit der Tradition und mit dem Volksfest-Schick spielende Trachtenfashion anbieten. Zum Beispiel das Modehaus Jung. Hier, so Geschäftsführer Karsten Jung, finden sogar Dirndl-Muffel ansehnliche Alternativen. Zum Beispiel eine Jeans mit einer alpenländisch anmutenden, schicken Korsage. „Ein halbes Dirndl“, sagt Jung. Beim Anprobieren bin ich froh, dass ich Unterstützung von Heike Dieterle habe. Die Expertin erklärt: „Ein richtiges Dirndl muss man spüren“ – und das tue ich ganz besonders bei einem schwarzen Exemplar, wo ich den Reißverschluss nur mit Ach und Krach zuziehen konnte. Abgesehen vom kurzzeitigen Mangel an Luft gefällt es mir richtig gut. Zum Glück hilft mir die Dirndl-Expertin anschließend beim Schnüren.

Doch wie löse ich das zu Hause, wenn ich keine so geschickte Hilfe an der Hand habe? „Da müssen dann die Männer ran“, sagt sie, lacht und zieht ordentlich zu.

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Das Video von „Ninas Ding“ finden Sie online unter: www.pz-news.de/nina