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Nach schwerem Brand in Pforzheim: Versuchter Mord? – Hausbewohnerin soll Feuer gelegt haben

Pforzheim. Nach dem schweren Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Östlichen Karl-Friedrich-Straße am Sonntag geht die Staatsanwaltschaft Pforzheim von Brandstiftung aus. Eine Hausbewohnerin steht im Verdacht, das Feuer gelegt zu haben.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten, hat das Amtsgericht Pforzheim auf Antrag der Staatsanwaltschaft Pforzheim zwischenzeitlich Haftbefehl gegen die Hausbewohnerin wegen des dringenden Tatverdachts der schweren Brandstiftung sowie des versuchten Mordes erlassen und in Vollzug gesetzt. Die 31-jährige Deutsche ist demnach dringend verdächtig, das Feuer in ihrer Wohnung gelegt, das Gebäude verlassen und hierbei den Tod der übrigen Bewohner des Gebäudes in Kauf genommen zu haben.

Die dringend Tatverdächtige hat bei ihrer Vernehmung keine Angaben zum Tatvorwurf gemacht, das Motiv ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die Tatverdächtige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

Am Sonntag waren gegen 22 Uhr Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zu dem verrauchten Gebäude geeilt. Das betroffene Haus sowie das angrenzende Gebäude mussten vorsichtshalber evakuiert werden. Eine 69-jährige Bewohnerin der benachbarten Wohnung kam laut Polizei mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Durch den Brand wurden die beiden Wohnungen im fünften Obergeschoss unbewohnbar. Der Schaden durch den Brand beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 150.000 Euro. 

Pforzheim

Eine Verletzte und 150.000 Euro Schaden nach schwerem Brand in Pforzheim