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Das betroffene sowie ein angrenzendes Gebäude mussten an dem Abend evakuiert werden.

Nach Brand in Pforzheimer Oststadt: Nachbarn äußern sich

Pforzheim. Zu dem als versuchter Mord eingestuften Brand in der Oststadt am Sonntag haben sich weitere Nachbarn zu Wort gemeldet.

Sie berichten, dass „zwei mal im Monat“ die Polizei wegen der erst kurz in dem Mehrfamilienhaus wohnenden Tatverdächtigen gerufen worden war. Zuletzt am 12. August mit zwei Streifenwagen, einem Feuerwehrauto und einem Krankenwagen. Seit März sei die gewaltsam geöffnete Wohnungstür der Frau beschädigt. All das habe keinen gekümmert. Die 31-Jährige soll den Brand in ihrer Wohnung absichtlich gelegt haben.

Am späten Sonntagabend gingen die Fenster mit einem Knall erneut zu Bruch. „Es hat einen Riesenschlag gelassen“, schildert ein weiterer Nachbar, und dann seien die Glassplitter in den Hinterhof geflogen, wo sie immer noch liegen. In der Wohnung dahinter brannte es, die Feuerwehr kam, löschte, evakuierte die Bewohner, die Polizei war vor Ort – und habe, wie Anwohner erzählen, noch in der Nacht nach der Mieterin der Brandwohnung gesucht, die dort seit gut einem Jahr lebe.

Am Dienstag meldeten Polizei und Pforzheimer Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Presseerklärung die Festnahme einer Hausbewohnerin, nach PZ-Informationen der Frau aus der Brandwohnung im obersten Stock. Den Haftbefehl erließ das Amtsgericht Pforzheim auf Antrag der Staatsanwaltschaft Pforzheim wegen des dringenden Tatverdachts der schweren Brandstiftung sowie des versuchten Mordes, wie es in der Mitteilung heißt.