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"Es gibt Wichtigeres, als auszugehen" - Stadt und Land beschneiden öffentliches Leben

Es geht um Verantwortung – und die Regierenden in Stadt und Land werden ihr gerecht. In der Abwägung, das öffentliche und soziale Leben weiter stattfinden zu lassen oder die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und zu bremsen, haben weder das Land noch die Stadt der Verlockung nachgegeben, möglichst vieles beim Alten zu lassen.

Ein Kommentar von Marek Klimanski

Es gibt Wichtigeres, als auszugehen und zu feiern – und es gibt für einen beschränkten Zeitraum auch Wichtigeres, als Geld zu verdienen. Italien hat das anfänglich zu lange nicht gemacht und zahlt nun einen hohen Preis, in China führten strenge Maßnahmen zu einem Rückgang der Infektionen.

Niemand würde in der Haut des Pforzheimer OB stecken wollen, wenn sein Rathaus lax handelte und Pforzheim dann eine Stadt mit überdurchschnittlich vielen Corona-Toten würde. Ein großes Stück Verantwortung liegt indes bei jedem Einzelnen: Nicht alles, was man noch darf, muss man auch machen. Schon gar nicht in möglichen Grauzonen. Die offenbar unter anderem dadurch entstehen, dass manche Informationen – unter anderem zwischen Stadt und Land – noch nicht ganz synchronisiert zu sein scheinen. Auch hier gilt für alle und jeden Einzelnen: Im Zweifelsfall geht die Gesundheit vor, die eigene und mehr noch die der anderen.