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Haben sichtlich Spaß: Ron Heimer und Edeltraud Süßer.

Discoabend für Menschen mit und ohne Behinderung am Kappelhof findet großen Anklang

Pforzheim. In der Eingangshalle des Wohnheimes für Menschen mit Behinderung strahlen Lichteffekte der Firma CSL Lichttechnik und die Beats von DJ Bernd Czora sind nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren.

Kürzlich fand im Haus am Kappelhof zum elften Mal eine besondere Discoveranstaltung für Menschen mit und ohne Behinderung statt.

Die Stimmung ist ausgelassen und die Tanzfläche bis auf den letzten Zentimeter gefüllt mit tanzenden Menschen. Mit oder ohne Behinderung, das ist an diesem Abend egal. Was zählt, ist der Spaß an der Musik und am Tanzen. Jeder zeigt deutlich, wie es ihm gefällt. Carsten ist extra aus Karlsruhe gekommen: „Spitze“, sagt er, „sowas hab ich noch nirgends gesehen, die haben es echt drauf. Da können sich die Andern noch eine Scheibe abschneiden.“ Zum zweiten Mal besucht er diese Disco im Kappelhof und hat seine Freunde mitgebracht.

„Geil“, schreit Bruno erfreut, dann hat er keine Zeit mehr, da er zum Tanzen aufgefordert wird. Sein Rollstuhl dreht sich und die Tanzpartnerin hält ihn dabei an der Hand, wie beim klassischen Tanz.

Persönliche Bereicherung

Die Sparkasse Pforzheim Calw unterstützt das Projekt seit Jahren mit einer Geldspende sowie mit engagierten Helfern. „Für uns ist es eine persönliche Bereicherung, nicht nur reiner Helfereinsatz“ erzählt eine Sparkassenmitarbeiterin, die schon seit vielen Jahren bei diesem Event dabei ist. „Man kennt die Leute schon und freut sich auf ein Wiedersehen, inzwischen sind wir uns nicht mehr fremd, das ist ein schönes Gefühl.“

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Die Tanzschule Saumweber-Fischer präsentiert ihre Show-Einlage und begeistert die Zuschauer. Sylvie Fischer kommt gerne in die Einrichtung. „Berührungsängste werden hier nicht aufgebaut, uns alle verbindet die Freude am Tanzen“, sie freut sich, ihren Tanzschülern einen Auftritt der besonderen Art anbieten zu können.

„Genau hier findet Inklusion statt, ohne unsere Einladung würden viele Menschen nicht den Weg in unsere Einrichtung finden“, erklärt Joachim Becht, Gesamtleiter der Einrichtung. „Das ist schön“, schwärmt Fritzi: „Hier treffe ich immer viele Leute, die ich kenne“. Und Marcus ergänzt: „Das könnte jede Woche so sein. Veranstaltungen wie diese gibt es nicht oft.“

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