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Vergeblicher Halteversuch: Immer wieder setzte sich Desiree Kolasinac gegen die Metzinger Abwehr durch. Foto: Becker

3. Handball-Liga Frauen: Mit starker zweiter Halbzeit siegt die TG 88 Pforzheim

Pforzheim. Dass Matthias Schickle „uneingeschränkt zufrieden“ ist, kommt eher selten vor. Aber am Samstagabend war er es. Seine Drittliga-Handballerinnen von der TG 88 Pforzheim haben den TuS Metzingen II mit 38:28 (14:14) besiegt. Und ein Erfolg mit zweistelliger Differenz ist für den Aufsteiger alles andere als selbstverständlich in dieser 3. Liga.

Schickle kommt ins Schwärmen. „Das war das Beste, was ich gesehen habe, seit ich hier Trainer bin“, sagt er über die zweite Halbzeit. Den letzten 20 Minuten verpasst er gar das Prädikat „mega“. Das war nämlich genau die Phase, als die Pforzheimerinnen sich nach dem 20:20 Tor um Tor absetzten.

Schickle wäre aber nicht Schickle, wenn er tatsächlich wunschlos glücklich wäre. Der Spielverlauf (14:14 zur Pause, 20:20 nach 40 Minuten) zeigt ja, dass es nicht über die ganzen 60 Minuten rund gelaufen ist. Anfangs hatten die TGlerinnen mit Metzingens schnellen Angreiferinnen ihre Probleme, verloren Bälle, vergaben Chancen.

Doch nach der „deutlichen Halbzeitansprache“ (Schickle) war das Team nicht mehr zu halten. Ein kleiner Bruch im Metzinger Spiel genügte, um die Partie vollends kippen zu lassen. Pforzheim erhöhte das Tempo, Desiree Kolasinac krönte ihren außergewöhnlichen Auftritt (20 Tore) mit weiteren Treffern. Auch Dina Bergmane-Versakova (8) kam nun ins Rollen, die Abwehr stand besser und Torfrau Jasmin Scheid dahinter wie eine Wand. So durfte der TG-Coach weitere Superlative verteilen. Desiree Kolasinac zum Beispiel fand der Trainer an diesem Abend „gigantisch“. Am Ende befand Matthias Schickle gar: „Da haben wir den Gegner an die Wand gespielt.“